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  • Wanderung des Kanu -Sportkreis Bruchsal

    Wanderung des Kanu -Sportkreis Bruchsal

    Zum Start in den Frühling trafen sich am 1. März ca. 60 Kanuten und Freunde des Kanusports zum Wandern rund um den Michaelsberg in Bruchsal.

    Sie reisten aus Germersheim, Mannheim, Philippsburg, Huttenheim, Rheinsheim, Bruchsal und aus dem Schwabenlande an. Los ging es an der Stadtbahnhaltestelle „Gewerbliches Bildungszentrum“. Zuvor wurden alle begrüßt und mit Brezel, Nusskranz und Getränken versorgt.

    Dann ging es bergauf zum Michaelsberg. Bei schönstem Sonnenschein konnte man die tolle Aussicht auf die Rheinebene genießen und die Michaelskapelle besichtigen.

    Im Inneren waren die 14 Nothelfer und Maria unbefleckte Empfängnis sehenswert.

    Der Michaelsberg ist ein ganz besonderer Ort, er ist namensgebend für eine jungsteinzeitliche Kultur, deren Spuren hier 1884 mit dem Fund von zahlreichen Keramikscherben zum ersten Mal geborgen und dokumentiert wurden. Im artenreichen Trockenrasen finden sich viele seltene Pflanzen, u.a. Orchideen. Danach ging es wieder bergab durch Wald und „Hohlen“, vorbei am jüdischen Friedhof am Eichelberg.

    In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Friedhof verwüstet und ein Großteil der Grabsteine entwendet. Ab 1992 wurden insgesamt 850 Grabsteine in der Hohl geborgen und auf den Friedhof zurückgebracht. Der Friedhof ist ein geschützes Kulturdenkmal. Nach 2,5 h waren 9 km und 200 Höhenmeter geschafft. Dankbar für eine Pause erreichten wir die Odenwaldhütte, wo uns reservierte Plätze und ein gutes Essen erwartete.

    Danach ging es weiter abwärts in einem 10 minütigem Fußmarsch zurück zum Ausgangspunkt. Ein herzliches Dankeschön geht an die Organisatoren des Kanuvereins Bruchsal, die alles liebevoll geplant und durchgeführt haben. Ulla hat die Wanderung geplant, Tom war unser Wanderbegleiter, Michael hat für die Verpflegung gesorgt und zusammen mit Martin Infos zu den Sehenswürdig-keiten vorbereitet.

    Jetzt freuen wir uns auf das nächste Event am 22. März, das Anpaddeln, organisiert vom SKC Philippsburg. Es werden 20 km gepaddelt, von Leopoldshafen bis zum Bootshaus Philippsburg.


     Eure Brigitte

  • Abenteuer Paddeln

    Abenteuer Paddeln

    Das lange Wochenende vom 3.- 5.10.2025 eignete sich perfekt für den Start ins neue Paddeljahr. Acht KanutInnen des KV Bruchsal machten sich auf den Weg nach Bad Kreuznach, dort waren wir zu Gast bei der Kanuabteilung des VfL 1848 Bad Kreuznach. Es wurde in Zelten übernachtet, im Auto oder Wohnmobil.

    Küche und sanitäre Anlagen durften im Bootshaus genutzt werden. Am Freitag wurde in Meisenheim auf dem Glan eingesetzt und es verlief zunächst alles planmäßig: Umtragen in Rehborn und in Odernheim.

    Danach ging es allerdings abenteuerlich weiter. In Odernheim an der Bannmühle war der Wiedereinstieg nur über eine kleine Treppe möglich und dann durchs Wasser watend und Boot hinter sich her ziehend zum Fluss. Wahlweise gab es die Möglichkeit für PaddlerInnen, die keine wasserdichten Schuhe hatten, das Boot über ein Geländer zu heben und durch Büsche sich einen Weg die Böschung hinab zum Fluss suchen. Wie gesagt, abenteuerlich!!!

    Bald darauf trafen wir auf einen Verhau, der uns den Weg versperrte und uns zum Aussteigen zwang. Zunächst mussten wir die Boote über die Wiese ziehen, was äußerst schweißtreibend war. So entschieden wir uns für den Wasserweg. Wir liefen im Flussbett, dass zu wenig Wasser hatte und treidelten die Boote bis wieder genügend Wasser unter dem Kiel war. Bei dieser Gelegenheit war ich dankbar für meine Paddelstiefel, allerdings lief das Wasser oben rein, als ich in ein tieferes Loch trat. Dank meiner Neoprensocken wurde es mir nicht kalt. ( Zu diesem Teil gibt es keine Bilder, wir hatten alle andere Sorgen!!!) Kaum hat man sich wieder ins Boot gesetzt, musste man wieder aussteigen, weil der Wasserstand zu niedrig war. Als wir glaubten, entspannen zu können, kenterte ein Mitpaddler. Endlich konnten wir die restlichen Kilometer wie gewohnt weiterpaddeln bis Boos.

    Was man alles beim Paddeln erleben kann, zeigte uns Werner, der eine Maus aus den Büschen rettete. Die Maus stellte sich als Fischköder heraus. Was für Fische müssen das sein, die solche Köder verschlucken. Das will man sich nicht wirklich vorstellen.

    Zum Ende der Etappe mündete die Glan in die Nahe, die wesentlich breiter war und glücklicherweise mehr Wasser führte. 15 hart erkämpfte Kilometer lagen hinter uns und ein leckeres Abendessen beim Italiener noch vor uns.

    Am Samstag war die Wetterprognose sehr schlecht, was die meisten nicht davon abhielt, aufs Wasser zu gehen. Ich kann nur vom Hörensagen berichten, denn ich war mit meiner Tochter in der Rheinwelle und habe die Saunalandschaft genossen.

    Start war in Niederhausen am Stausee, die Nahe hatte zunächst noch genug Wasser zum Paddeln,…

    … trotzdem gab es Stellen, an denen man aufsaß und über die Steine schrabbern musste, um weiter zu kommen. Werner musste danach feststellen, dass sein Boot Schaden genommen und ein Leck hatte. Nach 10 km war das Bootshaus in Bad Kreuznach erreicht. Wir trafen uns alle wieder beim Griechen, die PaddlerInnen kamen zu Fuß und bekamen nochmal eine Dusche von oben. Ganz schlecht “gelaufen”. Sabine hatte Geburtstag und lud uns zu einem Getränk ein, so dass es doch noch ein gutes Ende gab.

    Am Sonntag war das Wetter mit uns gnädig und wir hatten einen letzten schönen Paddeltag auf der Nahe. Wir starteten zu neunt ( meine Tochter paddelte auch mit )am Bootshaus, das direkt an der Nahe liegt. Bald kam die Slalomstrecke in Sicht, die Michael und Clarissa paddelten, die anderen rollerten die Boote auf dem Bootswagen ans Ende der Slalomstrecke.

    In Bad Kreuznach mussten wir eine Schwallstrecke mit vielen Steinen umtragen, aber dann ging es problemlos weiter.

    Wir sahen den Teetempel auf dem Berg, passierten die Thermen und den Fischerturm. Wir paddelten weiter bis Ippesheim. Bis dahin gab es noch etliche Stellen, die unserer Aufmerksamkeit bedurften, aber die wir alle gut gemeistert haben. So soll es sein, es wurde nie langweilig und es hat richtig Spaß gemacht. 11 km geschafft.

    An den 3 Tagen wurden ca. 36 km gepaddelt und etliche Kilometer gewandert, denn abends ging es zu Fuß in die Stadt zum Abendessen. Trotz stellenweise Niedrigwasser und immer wieder Regenschauern hatten wir eine schöne Zeit. Ein Abenteuer war es allemal, das wir aber gemeinsam be- und überstanden haben und das macht mich ein bisschen stolz. Ich bin froh, so nette PaddelkameradInnen zu haben.

    Eure stolze Brigitte

  • Freundschaftsfahrt der Verbände: BW, Pfalz, Rheinhessen und Saar

    Freundschaftsfahrt der Verbände: BW, Pfalz, Rheinhessen und Saar

    Die Anfahrt zur Freundschaftsfahrt am 30.08.2025 nach Mainz- Mombach war, wegen des Verkehrs auf den Autobahnen, langwierig, zumal wir zwei ( Werner und ich )in Raunheim noch eine Kajak-Testfahrt bei Willi Neumann eingeplant hatten.

    Um 19 Uhr waren wir vor Ort und bauten sogleich bei mäßigen Regen die Zelte auf, dann war tatsächlich noch etwas Zeit bis zur Fahrtbesprechung gegen 19.30 Uhr. Wann war nochmal das Abendessen? Wenn man die Ausschreibung genau gelesen hätte, wären wir gleich bei der Ankunft essen gegangen. So war es jetzt zu spät. Egal bis zum Frühstück hielten wir durch. So ging es nach dem Fahrzeugtransfer nach Bingen gegen 11 Uhr in drei Gruppen auf das Wasser. Insgesamt waren 58 Personen am Start.

    Unterwegs hatten wir bei Gegenwind auch Kreuzwellen, mit dem doch regen Schifffahrtsverkehr. Bei Ingelheim kam zur Pause ein kräftiger Schauer runter. Wir stellten uns unter, nach ca. einer Stunde ging es auf die letzten 10 Kilometer mit tiefhängenden Wolken im Taunus.

    Dann wurden die Boote verladen und es ging zurück nach Mainz. Um 18 Uhr war dann Grillen,- ein leckeres Steak mit Pommes brachte wieder die Kraft zurück. Bei der abendlichen Tourbesprechung, gab es zunächst eine Rüge: Ein Paddler hat wohl die Fähre bei Ingelheim behindert. Dann wurden für den folgenden Tag die drei Touren vorgestellt: Petersaue, Rettbergsaue und die Kombination. Wir machten uns bei mäßiger Gegenströmung rheinaufwärts, der Rettbergsaue entlang auf den Weg, dann erfolgte die Kreuzung der Fahrrinne und nördlich ging’s an der Petersaue ohne Schiffsverkehr aufwärts. An der Spitze der Insel wurde gewendet und wir fuhren mit Schiffen abwärts, wie bei einer Acht kreuzten wir wieder das Fahrwasser und fuhren jetzt nördlich der Petersaue, diesmal auch mit den Schiffen.

    Am unteren Ende der Insel, über die die Schiersteiner Brücke führt, kehrten wir am Inselcafe ein. Nach einer gemütlichen Pause ging es wieder stromaufwärts zum Vereinsanleger.

    Dort angekommen wurden die Boote verladen und noch ein paar Telefonnummern ausgetauscht. Die Zelte haben wir morgens schon gepackt. Dann ging es nach Hause. Wir haben in den drei Tage viele nette  Kanuten kennengelernt und viele schöne Gespräche, auch über Kanutouren, geführt. Die tolle Organisation vor Ort rundete die Freundschaftsfahrt ab. Nächstes Jahr sind wir auf alle Fälle in Speyer mit dabei.

    Euer Michael

  • Bodenseefreizeit 2025

    Bodenseefreizeit 2025

    Vom 1.- 6. August 2025 fand die Bodenseefreizeit statt. Diesesmal konnte man wirklich von einer Familienfreizeit sprechen, denn von den 33 TeilnehmerInnen waren 10 Kinder und Jugendliche.

    Die Zelte, Wohnwagen und Autos wurden in Iznang beim Kanuclub Singen aufgestellt.

    Nachdem es regnerisch startete und teilweise Ersatzprogramm geplant wurde, wagten sich nur wenige aufs Wasser und paddelten zur Insel Reichenau immer mit Blick zum Himmel. Am Sonntag folgte eine Ausfahrt von Iznang um die Höri nach Öhningen. Ab Montag besserte sich das Wetter. Nach einem tollen Frühstücksbüfet ging es mit Vereinsbus und Privatautos, von denen eines den Hänger mit den Kajaks zog, nach Öhningen. Dort standen die Großkanadier vom Vortag.

    Bei leichtem Nieselregen ging es auf den Hochrhein, an Stein am Rhein vorbei und durch die schöne Holzbrücke in Diessenhofen.

    Die Grenze zwischen Schweiz und Deutschland verläuft mitten im Rhein, aber RIchtung Schaffhausen gibt es auch deutsche Enklaven wie  Büsingen, so dass sich ein Zollhäuschen an das andere reiht. Wie jedes Jahr wurde die Mittagspause von ein paar Unerschrockenen zum Baden genutzt und man lies sich mit Schwimmweste auf dem Rhein treiben. Wir bekamen sogar noch eine Sondereinlage zu sehen, die Eskimorolle mit Kajak von Emma und Nils.

    In Schaffhausen angekommen, gab es die Gelegenheit, die Altstadt anzuschauen, um die Transferzeit zu überbrücken.

    Am Abend gab es lecker Essen, es wurde gegrillt.

    Am nächsten Tag legten die Boote direkt von Itznang ab in Richtung Reichenau. Der See war spiegelglatt und die Sonne schien, so dass es eine Freude war. Auf der Reichenau landeten wir für das Mittagsvesper an.

    Zwei Sportliche umrundeten derweil die Insel.

    Danach ging es nach Markelfingen zum Naturfreundehaus für einen Kaffee und Badepause. Auf dem Rückweg nach Iznang kam Wind auf und das Wasser kräuselte sich, so dass wir gegen Wind und Wellen ankämpfen mussten. Vor dem Abendessen, es gab Spaghetti Bolognese mit Salat, war noch Zeit für ein Bad im Bodensee zwischen einer Schwanenkolonie.

    Am letzten Tag ging es nach dem Frühstück an den Abbau. Die restlichen Vorräte und Kochutensilien wurden aus der Küche geräumt, Boote verladen und Zelte abgebaut. Es war wieder so schön, der Abschied fiel schwer. Die OrganisatorInnen wurden sehr gelobt und bekamen von den TeilnehmerInnen als Anerkennung einen Geschenkkorb überreicht.

    Aber auch alle anderen haben dazu beigetragen, dass die Freizeit ein Erfolg wurde. Jeder hat mit Hand angelegt, sei es jetzt beim Einkaufen, Kochen, Frühstück richten, Geschirr spülen oder Fahrdienste leisten oder Steuern der Boote. Das macht einen guten Verein aus und fördert die Gemeinschaft.

    Die Freizeit war ein voller Erfolg, da konnte auch das wechselhafte Wetter die Stimmung nicht trüben.

    Ein dickes Dankeschön fürs gute Miteinander!

    Eure Brigitte

  • Martinsfahrt des Kanu-Sportkreises Bruchsal

    Martinsfahrt des Kanu-Sportkreises Bruchsal

    Bei herbstlichem Wetter ging es am Sonntag, den 10.11.2024 nochmal aufs Wasser. 32 PaddlerInnen, davon 6 vom KV Bruchsal, haben sich bei den Paddelfreunden Huttenheim eingefunden und wurden herzlich mit Butterbrezeln und Getränken begrüßt.

    Veranstalter war der Kanu-Sportkreis Bruchsal, zum letzten Mal unter der Leitung von Günter Werner, der sein Amt als Vorsitzender abgegeben hat. Das neue Leitungsteam Silke Kosian und Uwe Pfeifer übernahm die Begrüßung und ehrte Günter für seine langjährige Tätigkeit. Er bekam außer einer Urkunde auch französischen Wein und einen Geschenkkorb mit Köstlichkeiten überreicht.

    In einer Gedenkminute erinnerten wir uns an einen Paddelkameraden, der beim Paddeln an der Ardeche tödlich verunglückt ist. Ein Grund mehr, das Leben zu genießen und die Tage mit schönen Erlebnissen zu füllen.

    Wir paddelten auf dem Rußheimer Altrhein. Eigentlich ein uns bekanntes Gewässer und trotzdem immer wieder eine neue Erfahrung.

    Das letzte Mal war das Wasser bedeckt mit grünen Algen, die wir mit den Paddeln durchpflügen mussten. Davon war nichts mehr zu sehen. Günter erklärte uns, dass die Algen abgestorben und auf den Grund abgesunken sind und dort zu Schlamm werden. Der Wasserstand war deutlich niedriger, was wir schon beim Einbooten merkten.

    Wir hielten uns ganz links, um nicht auf Grund aufzulaufen. In der Ferne sahen wir viele Schwäne, die eine große weiße Fläche bildeten. Kurz vor dem Kanal tauchte eine Insel aus Matsch auf, die aber mit Wasser umspült war, so dass wir sie gut passieren konnten. Der Kanal war durch einen dicken Baumstamm blockiert, ein kleiner Durchgang blieb aber für uns. Am Ende des Kanals ist immer wieder spannend wie der Ausstieg sein wird.

    Er war, wie zu erwarten, matschig und schwer zu passieren, was aber einige PaddlerInnen nicht davon abhielt, das Boot zu verlassen und eine längere Umtragung zum Minthe Baggersee auf sich zu nehmen. Auf dem Rhein konnten sie dann zurück zum Bootshaus paddeln. Die anderen wendeten und paddelten den Rußheimer Altrhein wieder zurück und genossen die herrliche Landschaft.

    Die Bäume waren voll mit Misteln, am Ufer gab es kunstvolle Gebilde aus Holz zu bestaunen, Schwäne und Gänse lieferten Fotomotive. Beide Gruppen legten ca. 11 km zurück.

    Am Bootshaus angekommen, erwartete uns eine heiße Gulaschsuppe und zum Nachtisch Nußzopf und das erste Weihnachtsgebäck. Das nächste gute Essen gibt es auf der Winterfeier am 21.11. in unserem Bootshaus. Es geht los um 19 Uhr mit einem deftigen Vesper, gegen 20 Uhr werden Bilder der Paddelsaison 2024 gezeigt. Anmeldungen bitte an Michael per Mail oder WhatsApp.

    Eure Berichtschreiberin

    Brigitte

  • Flussportrait Donau

    Flussportrait Donau

    Anfang Oktober haben Michael, Werner und Henry die Donau zwischen Hausen und Binzwangen erkundet, am letzten Montag kam ich von einer 10 tägigen Radtour entlang der Donau zurück. Die Donau hat eine Fließlänge von 2780 km zwischen Donaueschingen und dem Schwarzen Meer. Gestartet bin ich in Donaueschingen, wo sich die Donauquelle befindet. Sie ist eine Karstaufstoßquelle und seit dem Besuch des römischen Feldherren Tiberius im Jahre 15 v. Chr. als historische Donauquelle anerkannt.

    Der Donauursprung, und damit Kilometer Null, befindet sich allerdings in einer herrlichen Auenlandschaft, außerhalb der Stadt, wo sich Brigach und Breg zur Donau vereinen.

    Unscheinbar und beschaulich beginnt der Weg der Donau, der Donauradweg führt meist am Wasserlauf entlang. Zwischen Immendingen und Tuttlingen versinkt und versickert ein Teil des Donauwassers im Untergrund. Unterirdisch sucht es sich in Richtung Süden seinen Weg bis in den Hegau. Dort taucht ein großer Teil dieses Wassers in der Aachquelle wieder auf.

    In Fridingen verengt sich langsam das Tal und massive Felswände flankieren den Radweg und das Flussbett. Ich passiere Beuron, Hausen und denke an meine Paddelkameraden, die hier eingesetzt haben. Burgruinen sind zu bestaunen, die Felsen rücken immer näher an den Radweg, ein Naturerlebnis der besonderen Art.

    Es geht weiter nach Obermarchtal, an Ulm vorbei nach Donauwörth. Schiffsverkehr gibt es hier nicht. Zwischen Ingolstadt und Regensburg gibt es wieder ein Highlight, den Donaudurchbruch. Beim Kloster Weltenburg steige ich mit Rad aufs Schiff und fahre bis Kehlheim. Ein grandioses Naturschauspiel, die Donau zwängt sich hier durch die Felsen des fränkischen Juragebirges. Zum Paddeln muss es hier wunderschön sein.

    Ich besichtige die Befreiungshalle in Kehlheim und nach Regensburg die Walhalla.

    Es geht über Deggendorf weiter nach Passau. Dort fahren die Kreuzfahrtschiffe ab nach Wien und Budapest.

    Meine Radtour im deutschen Teil der Donau ist hier beendet, 722 km habe ich mit dem Rad zurückgelegt. Die Donau fließt weiter durch Österreich, Ungarn, Serbien und in Rumänien als Donaudelta ins Schwarze Meer. Mein Reiseziel für nächstes Jahr. Auf meinem zurückgelegten Weg an der Donau entlang münden Nebenflüsse wie Altmühl, Regen, Ill und Ilz in die Donau, in Passau ist die Donau ein stattlicher Fluss, ab Kehlheim habe ich bereits gelegentlich Schiffe gesehen. Beim Erreichen des Schwarzen Meers ist die Donau zu einem Strom angewachsen, der mehr als 6000 m³ Wasser pro Sekunde führt.

    Ich bin leidenschaftliche Wanderpaddlerin, aber genau so, wenn nicht mehr, liebe ich das Radfahren am Fluss entlang. Von dort bietet sich eine ganz andere Perspektive. Der Blick aufs Wasser ist beruhigend, entspannt radelt man auf meist flachen Wegen und hält an, wo es einem gefällt. Es gibt die Gelegenheit, Städte zu besichtigen und übernachtet in Hotels, eben eine andere Art zu reisen. Trotzdem freue ich mich darauf, die Strecken der Donau zu paddeln, die ich jetzt schon mal per Rad erkundet habe und für gut befunden habe.


     Eure aktive

    Brigitte

  • DKV, efb, EPP und WFA

    DKV, efb, EPP und WFA

    Das Paddeljahr 2024 endet am 30. September, Zeit um Bilanz zu ziehen. Es gibt ja Kanuten, die nur für den Spaß an der Freud’ paddeln, da gehöre ich zweifelsfrei dazu. Allerdings bin ich auch der Typ Sammler und Jäger und notiere alle meine Paddelkilometer. Auf dem Fahrrad zeigt mir mein Tacho an, wie viele Kilometer ich gestrampelt bin. Wenn ich mit dem Boot unterwegs bin, zählt eine App auf dem Handy Streckenführung und Leistung. Alles dokumentiere ich dann in meinem Fahrtenbuch des DKV ( Deutscher Kanu-Verband ).

    Wenn ich bei einer Verbands- oder Gemeinschaftsfahrt teilgenommen habe, bekomme ich sogar einen Stempel ins Buch. Ihr werdet es vielleicht belächeln, aber ich empfinde eine kindische Freude und auch Stolz über das Geleistete. Die Zeit bleibt ja nicht stehen, deshalb gibt es für technisch affine auch ein efb ( elektronisches Fahrtenbuch ). Der Kanuverein Bruchsal hat sich jetzt auch dafür angemeldet, so dass der Wandersportwart nicht mehr unbedingt die Fahrtenbücher zum Kontrollieren einsammeln muss, sondern direkt am PC Einblick hat und die Daten an den DKV weiterleiten kann. Wozu das alles? Der DKV verleiht für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Wasserwanderns das Wanderfahrerabzeichen WFA in Bronze, Silber oder Gold. Die erforderlichen Kilometer sind nach Alter und Geschlecht der Sportler unterschiedlich festgelegt. Darüber hinaus müssen die BewerberInnen an Gemeinschaftsfahrten teilgenommen haben, einen DKV Ökologiekurs und einem DKV Sicherheitskurs nachweisen. Für Abwechslung ist also gesorgt. Wer sich näher informieren möchte, schaut auf www.kanu.de und sucht die DKV – Wandersportordnung. Damit aber nicht genug, man (frau) will ja auch zeigen, dass er (sie) was drauf hat und richtig paddeln kann. Dafür gibt es den EPP ( Euopäischen Paddel-Pass ), der dem einzelnen Paddler aufzeigt, ob er die erforderlichen kanutischen Fähigkeiten besitzt. Der EPP ist eine anerkannte Bestätigung und erleichtert damit die Teilnahme an ausländischen Fahrten oder um im Ausland Boote zu mieten. Dabei gibt es eine Staffelung von EPP Basis über EPP 1-4.

    In diesem Jahr fand ein Kurs zum Erwerb in Rheinsheim statt. Michael hat daran teilgenommen. Es gibt einem die Gewissheit sich auf den jeweiligen Gewässertypen sicher und naturverträglich fortbewegen zu können. Oder man erkennt, dass es noch Lücken gibt, die durch Üben schnell geschlossen werden können. Letzte Möglichkeit, um Kilometer für 2024 zu sammeln, ist am 22.9. auf dem Groschenwasser. Bitte bei Bernd anmelden. Dann fängt alles wieder von vorne an, am 3.10. starten wir auf der Enz ins neue Paddeljahr.

    Eure ehrgeizige Kilometersammlerin

    Brigitte

    ( übrigens Besitzerin von WFA Bronze und EPP 1 und 2 )