Kategorie: Bericht Ausfahrt

  • Vortour auf Nahe und Glan

    Vortour auf Nahe und Glan

    Werner und ich ( Brigitte ) sind am Wochenende auf einer Vortour auf Nahe und Glan gewesen. Von 9.-11. Mai ist nämlich eine Ausfahrt geplant und wir waren dort, um Fluss und Örtlichkeiten zu testen. Unterkunft war im Bootshaus der Kanuabteilung des VfL Bad Kreuznach, das direkt an der Nahe und eingebetet ins Salinental liegt.

    Das Bootshaus bietet einen Aufenthaltsraum mit voll ausgestatteter Küche ( 2 Platteninduktionsfelder, Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Kühlschrank, Geschirr und Sitzplätze für ca. 15 Personen ), jeweils 1 Toilette, Dusche und Umkleide für Männlein und Weiblein. Im Aufenthaltsraum steht ein Holzofen.

    Hinter dem Bootshaus gibt es eine Zeltwiese, Wohnmobile und Wohnwägen werden nicht gern gesehen, aber 1-2 davon sind ok, müssen vor oder neben dem Bootshaus geparkt werden. Pro Person und Nacht werden 5€ Gebühr berechnet.

    Nachdem wir unser Nachtlager im Bootshaus aufgeschlagen hatten, gings mit Auto und Booten nach Niederhausen. Dort setzten wir gleich nach dem Stausee in die Nahe ein.

    Die Nahe ist ein etwa 125 km langer, linker Nebenfluss des Rheins im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Sie mündet in Bingen in den Rhein. Die Nahe ist Wildwasser 0, sollte also harmlos zum paddeln sein. Das täuscht allerdings, wenn sie einen hohen Wasserstand hat wie jetzt. In Bad Kreuznach sind überall Spundwände hochgezogen, im Verlauf hingen vielfach Äste und Zweige in den Bäumen, die erahnen ließen, wie hoch der Wasserstand bei Hochwasser schon war. Das hieß also konzentriert paddeln, denn die Fließgeschwindigkeit war enorm und immer wieder kamen „Rausche“ ( flach abfallender Gewässerabschnitt mit höherer Fließgeschwindigkeit und Wasserturbulenz als im umgebenden Gewässerverlauf ). Die Wehre konnte man fahren, was allerdings gute Paddelkenntnisse erforderte. Auf der Nahe ist übrigens Helmpflicht.

    Landschaftlich war die Fahrt ein Highlight, schroffe gigantische Felsformationen wie der Rotenfels haben uns beeindruckt. Auf der rechten Seite war die Ebernburg zu sehen. Rheingrafenstein lädt zum Wandern ein, von dort oben hat man eine tolle Aussicht auf das Nahetal. Das Ende war in Bad Kreuznach am Bootshaus nach 10 km.

    Am Samstag war zwar schlechtes Wetter angesagt, aber wir hatten Glück und konnten bei Sonnenschein auf der Glan paddeln. Wir bekamen Verstärkung von Dorothea, Jutta ( 1.Vorstand und Übungsleiterin C ) und Mirjam, alles Mitglieder des VfL.

    Der Glan ist ein Nebenfluss der Nahe. Wir starteten in Medard und paddelten 17 km bis Odernheim. Wir fuhren langsam hintereinander, denn der Glan ist nur halb so breit wie die Nahe und gleich nach dem Start verläuft sie sehr kurvig, so dass man sein Boot beherzt lenken muss.

    Wer auf der Glan paddeln will, muss sich zuvor auf der Homepage der SGD Süd anmelden.

    In Meisenheim umtrugen wir das Wehr und es fing an zu regnen. Nach der Mittagspause war wieder schönes Wetter. In Odernheim booteten wir vor der Bannmühle aus. Hildegard von Bingen lebte und wirkte hier im Kloster Disibodenberg. 17 km geschafft.

    Am Sonntag ging es wieder auf die Nahe vom Bootshaus aus, an der Slalomstrecke vorbei, durch Bad Kreuznach 12 km bis nach Gensingen.

    Leider hatten wir richtiges Aprilwetter. Ich gab schon nach 2 km total durchnässt auf. Nach einer warmen Dusche zog ich es vor, mir Bad Kreuznach anzuschauen und die blühenden Magnolien an der Uferpromenade.

    Bad Kreuznach ist einen Besuch wert, in der Galerie könnt ihr noch weitere Bilder anschauen. Landschaftlich ist allerhand geboten, Nahe und Glad schöne Wanderflüsse mit Anspruch je nach Wasserstand und als Radfahrerin reizt mich auch der 128 km lange Nahe-Radweg. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Lust aufs Paddeln machen. Wer zum Karfreitags Fischessen kommt, kann sich noch weitere Infos holen.

    Eure paddelnde Reporterin

    Brigitte

  • Anpaddeln des Kanu-Sport-Kreises Bruchsal

    Anpaddeln des Kanu-Sport-Kreises Bruchsal

    Am letzten Sonntag, den 10. März wurde die Paddelsaison 2024 offiziell mit einem Anpaddeln bei den Kanufreunden Huttenheim eingeläutet. 45 PaddlerInnen haben sich zu diesem Anlass eingefunden, sie kamen aus verschiedenen Vereinen des Kanu-Sport-Kreises Bruchsal.

     Aus dem KV Bruchsal habe ich 15 TeilnehmerInnen gezählt. Das Wetter war freundlich, zum Baden lud es allerdings nicht ein, was man aber Anfang März auch nicht erwartet hätte.

    Nach einer Stärkung am Huttenheimer Bootshaus booteten wir auf dem Rußheimer Altrhein ein und paddelten bis zur Umtragestelle am Saalbachkanal. Dort bestand die Möglichkeit über die „Große Minthe“ und Rhein zurück zum Startpunkt zu paddeln. Da die Aussatzstelle aber sehr schmierig war und ein höherer Damm mit dem Boot zu überwinden war, entschieden sich einige auch dafür, die gleiche Strecke wieder zurück zu paddeln. Beide Varianten ergaben eine Paddelstrecke von ca. 11 km.

    Nach der Fahrt luden die Paddelfreunde Huttenheim noch zu einem Imbiss ein, es gab Fleischkäse und Nudelsalat oder als süße Variante leckeren Kuchen. Beim gemeinsamen Paddeln und Zusammensitzen wurden viele Gespräche geführt und es gab einen regen Austausch.

    Jetzt geht es also wieder aufs Wasser und es gibt kein Halten mehr. Im März endet das Hallenbadtraining in Heidelsberg und am 16.3. findet ein Abschlussessen statt. Eine Woche vor Ostern gibt es eine Vortour auf Nahe und Glan mit Übernachtung in Bad Kreuznach. Am 29.3. treffen wir uns im Bootshaus zum Karfreitags Fischessen. Die Ausfahrt auf der Rench in Kajaks für Geübte wird auf den 1. April verschoben. Weitere Bilder vom Anpaddeln findet ihr in der Galerie. Zudem wäre ein Blick in das Jahresprogramm sinnvoll, um sich schon mal Termine fürs gemeinsame Paddeln in den Kalender einzutragen. Freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.

    Eure Brigitte

  • Wanderung des Kanukreis Bruchsal

    Wanderung des Kanukreis Bruchsal

    Mit 11 Mitgliedern und 4 Gästen aus Illingen nahmen wir an der Kanukreisfußwanderung am letzten Sonntag, den 18.2.2024 teil. Ausrichter und Treffpunkt war bei den Paddelfreunden Huttenheim. Kurz nach 11 Uhr begann die Veranstaltung mit einem deftigen Brezelfrühstück und zählte 74 Teilnehmer. Im großen Kessel schmurgelte bereits der Bohneneintopf. Fleißige Hände schnitten Zwiebeln und Karotten.

    Nach einer kurzen Ansprache mit Begrüßung durch unseren Kanukreisvorsitzenden Günter Werner, ging es auf dem Fußweg durch die Rheinauen von Elisabethenwörth.

    Erster Halt war beim historischen Knaudenheim, das um 1760 wegen eines starken Hochwassers verlegt wurde und fortan Huttenheim hieß. Über Feuchtgebiete erreichten wir den ersten Damm, der erst viel später gebaut wurde, um die Rußheimer Äcker vor Hochwasser zu schützen. Dann folgte ein Bannwaldabschnitt, auch hier sind viele Erlen geschädigt bzw. schon umgefallen.

    Nach der Jagdhütte erreichten wir das „Bayrische Denkmal“, hier war östlich, vor der Rheinbegradigung durch Tulla, der Flusslauf.

    Der Damm wurde von den Germersheimern gebaut. Am Waldklassenzimmer vorbei, machten wir uns auf den Rückweg, unterbrochen von einem interessanten Vortrag über die geplante Dammrückverlegung auf Elisabethenwörth. Bei der alle Gebäude im betroffenen Gebiet rückgebaut werden und auch ökologische Flutungen mehrmals im Jahr durchgeführt werden sollen.

    Am Bootshaus angekommen, wurden wir sehr gut bewirtet. Es gab leckeren Bohneneintopf mit Wurst und Brot. Kaffee und reichlich Kuchen wurden von den Huttenheimern serviert.

    Herzlichen Dank für die gelungene Veranstaltung! Neben den netten und interessanten Gesprächen wurde auch über die bevorstehenden Projekte des Kanukreises gesprochen. Auf baldiges Wiedersehen, am 10. März ist das Anpaddeln des Kanukreises, da geht es auf dem Wasser über den Rußheimer Altrhein, die große Minthe, über den Rhein und die kleine Minthe zum Huttenheimer Bootshaus zurück.

    Im Terminkalender steht aber erst mal die Jahreshauptversammlung am 22. Februar um 19 Uhr im Bootshaus. Auf ein Wiedersehen freut sich

    Eure Brigitte

  • Nikolausfahrt 2023

    Nikolausfahrt 2023

    Wer glaubt, man könne im Winter nicht paddeln, der irrt sich. Und vor lauter Angst, man könne sich eine kalte Nase holen, bleibt man dann zuhause auf dem Sofa. Nein, so ticken die Bruchsaler PaddlerInnen nicht.

    Ehrlich gesagt, waren es nur zwei, die sich aufgerafft haben und den Weg nach Mannheim auf sich genommen haben. Am Sonntag, den 3. Dezember fand nämlich die Nikolausfahrt des Kanu- Sportkreises Mannheim statt. Startpunkt war am Fähranleger in Rheinhausen auf der badischen Seite vom Rhein. Begrüßt wurden wir mit dampfendem Glühwein und leckeren Schokoladenherzen. 60 PaddlerInnen, dick eingepackt in Trockenanzügen, Neoprenhosen, Paddeljacken und wasserdichten Stiefeln und auf dem Kopf eine Nikolausmütze waren bereit der Kälte zu trotzen.

    Allerdings muss man auch sagen, dass in Mannheim fast kein Schnee lag und die Sonne schien und man so von den Minusgraden nicht viel mitbekam. 

    Nach lebhaften Gesprächen und Wiedersehensfreude ging es auf das Wasser. Als Paddler schaut man sich immer als erstes den Einstieg an. Ich war überrascht, dass das Wasser direkt auf Höhe des Weges stand, also immer noch Hochwasser ( Pegelstand 628 in Speyer ).

    Es herrschte reger Schiffsverkehr, so dass es uns nicht langweilig wurde, da wir den Wellen Stand halten mussten. Zudem waren alle Buhnen überschwemmt, so dass es vermehrt Strudel gab. Wir passierten in Speyer den Dom, paddelten unter der imposanten Autobahnbrücke der A 61 durch, bis wir an der Einmündung in den Ketscher Altrhein einfuhren. Überall sahen wir überschwemmte Ufer, die Treppe des Ketscher Bootshauses war vollständig unter Wasser, von der Treppe des Brühler Bootshauses waren nur noch drei Stufen über Wasser.

    Dort legten wir unsere Mittagspause ein und wurden mit Gemüseeintopf mit oder ohne Wurst verwöhnt. An einem offenen Feuer wärmten wir unsere kalten Füße und Hände. Bis dahin hatten wir bereits 18,3 Kilometer zurückgelegt. Danach ging es wieder in die Boote und meisterten die restlichen 15,7 Kilometer.

    Wir passierten den historischen Pegelturm in Ludwigshafen und bald sahen wir den Fernmeldeturm von Mannheim und das Mannheimer Barockschloss in der Ferne.

    Beim Kanuclub Mannheim endete die Fahrt. Nach dem Ausbooten und Umziehen gönnten wir uns noch Kaffee / Tee und leckeren Kuchen, den wir uns redlich verdient hatten. Wir sind stolz auf unsere Paddelleistung, zumal es kein Badewetter war und trugen 34 km ins Fahrtenbuch ein. Das Wasser hatte sieben Grad, aber baden wollten wir ja auch nicht, zumindest nicht freiwillig. Wenn das Wetter mitmacht, wollen wir an Silvester zum Groschenwasser und das Jahr gebührend mit einer Paddeltour abschließen.

    Eure

    Brigitte, die vor nichts zurück schreckt!

    P.S: Weitere Bilder könnt ihr euch in der Galerie anschauen.