Kategorie: Bericht Ausfahrt

  • Martinsfahrt Kanukreis Bruchsal

    Martinsfahrt Kanukreis Bruchsal

    Am 12. November fand die Martinsfahrt des Kanukreises Bruchsal statt. Wie oft in dieser Jahreszeit gab es eine schlechte Wettervorhersage, aber wenn Engel paddeln gehen, kommt immer alles anders. 28 Paddelengel haben sich auf den Weg gemacht. Sie kamen natürlich aus dem Kanuverein Bruchsal, der Organisator dieser Veranstaltung war. Verstärkung bildeten PaddlerInnen aus Huttenheim, Rheinsheim, Mannheim und Baden Baden.

    Es gab PaddlerInnen jeden Alters in 15 unterschiedlichen Booten: Einzelkajaks, Zweierkajaks, Zweierkanadier und ein Großkanadier, so dass ein buntes Bild auf dem Neckar entstand. Zunächst wurden die Umsetzfahrzeuge in Neckargemünd abgestellt und dann ging die Fahrt weiter nach Hirschhorn. Dort trafen sich alle PaddlerInnen und nach einer Begrüßung durch den Vorstand des Kanukreises und unseren Organisator Michael gab es ein deftiges Vesper aus frischen Brötchen mit Fleischkäse, Senf oder Gurke oder als vegarischer Belag Käse.

    Gut gestärkt ging es dann aufs Wasser. Der Einstieg war gleich nach der Schleuse in Hirschhorn mit Blick auf das Schloss Hirschhorn.

    Wir fuhren stromabwärts, wobei die Strömung durch die vielen Staustufen zu vernachlässigen ist. Zunächst verläuft der Neckar hier noch im Bundesland Hessen, aber nach wenigen Kilometern geht die Landesgrenze mitten durch den Neckar und wir paddelten in Baden Württemberg weiter.

    Wir kamen an der Neckarfähre in Neckarhausen vorbei und an einer Schiffswerft, dort lagen u.a. ein Feuerwehr- und ein Polizeischiff im Wasser. Dann kam die Schleuse in Neckarsteinach in Sicht, die eine Hubhöhe von 4,70 m hat. Freudig fuhren wir in die Schleuse ein, was uns das Umtragen ersparte.

    Nach dem Ausfahren kam das schönste Stück der Strecke, denn am Ufer kann man mehrere Burgen bestaunen: die Vorderburg, die Mittelburg, die Ruine Hinterburg und die Burgruine Schwalbennest.

    Nach der Schleuse mündet auch der Fluss Steinach in den Neckar und kurz vor der Friedensbrücke von links die Elsenz. Dort endete auch unsere Paddelstrecke nach 13 km. Und wie es sich für Engel gehört, war tolles Paddelwetter. Der Regen kam erst als wir schon längst im Auto saßen und auf der Heimreise waren. Nächstes Jahr übernehmen die Paddelfreunde Huttenheim die Organisation der Kanukreisfahrten, eine Wanderung ist dann auch wieder dabei. Der nächste Termin im Kalender ist die Winterfeier bei uns im Bootshaus am 23.11. In der Galerie gibt es noch mehr Bilder von der Ausfahrt zu sehen.

    Eure Paddelengelin

    Brigitte

  • Herbstwanderung 2023

    Herbstwanderung 2023

    Bei schönstem Herbstwetter sind 11 WanderInnen am 22. Oktober am Backhaus Sallenbusch losgelaufen. Es ging durch Felder und Wiesen, das Gras war noch nass und unsere Schuhe mit der Zeit durchgeweicht.

    Nach der Überquerung der Jöhlinger Straße ging es weiter am Schloßbergsee vorbei und danach bestiegen wir über mehrere Treppenstufen einen kleinen Berg, der uns einen Blick auf ein Wasserrückhaltebecken ermöglichte und ein idealer Ort für ein Gruppenfoto war.

    Weiter ging es auf dem Schmalensteinweg bis nach Weingarten und dort entlang am Walzbach. Immer wieder ergaben sich schöne Fotomotive, der Bach plätscherte vor sich hin über Wehre und Steintreppen, an schönen Gärten vorbei. Das Ufer wurde von Kindern mit Informationstafeln über Tiere und Pflanzen bestückt, so dass wir uns auch noch weiterbilden konnten.

    Wir passierten die Weingartener Mühle, in deren Garten noch alte Mauerreste zu sehen sind.

    Dann bogen wir in die Hebelstraße ein und es ging stetig bergauf zum Katzenbergweg und durch den Weingartener Friedhof mit einer sehenswerten Aussegnungshalle.

    Dann sahen wir schon von weitem unseren nächsten Halt, den Wartturm. Er wurde im 16. Jhd als Spähturm erbaut und heute ist darin ein Heimatmuseum untergebracht. Sehenswert ist auch das Engelsrelief aus dem Jahre 1956, das vom Bildhauer Edzart Hobbing stammt. Den Turm konnten wir leider nicht besteigen, aber die Aussicht auf Weingarten war auch so bemerkenswert.

    Die schöne Gartenanlage bot weitere Fotomotive mit Herz.

    Weiter ging es bergauf, so dass wir ganz schön ins Schwitzen kamen und jede Bank willkommen war für eine Pause.

    Der Träublesweg auf den Katzenberg führte uns durch Hänge mit Weinanbau und schönen Aussichtspunkten ins Tal. „Um reif zu werden, brauchen wir Trauben viel Sonne. Deshalb werden die Reben hier gerne an Hügeln angepflanzt. Hier oben haben wir eine tolle Aussicht.“ Das konnten wir auf einer Tafel lesen und gleich daneben wurden wir informiert, was man alles sehen kann:  den Fernmeldeturm Grünwettersbach, das Windrad Grötzingen und viele Türme des Kraftwerks in Karlsruhe.

    Wir hatten den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht, 237 Höhenmeter hatten wir bezwungen, so dass es wieder bergab ging. Nach 11,6 km Wanderstrecke kehrten wir in der Backhaus Sallenbusch ein und stärkten uns mit leckerem Essen.

    Am 12. November gehen wir wieder aufs Wasser, es findet die Martinsfahrt auf dem Neckar statt. Die Ausschreibung für diese Veranstaltung findet ihr auf der Homepage unter Termine, weitere Bilder von der Wanderung in der Galerie.

    Das kann ich euch versichern, Paddeln ist weniger anstrengend als Wandern. Als Erinnerung blieb mir nämlich ein Muskelkater.

    Eure Brigitte

  • Das Paddeljahr 2023 – Ausfahrt Kühkopf

    Das Paddeljahr 2023 – Ausfahrt Kühkopf

    Das Paddeljahr 2023 endet mit dem 30.09.2023. Der Kanuverein Bruchsal konnte mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten. Wir sind des öfteren auf dem Rhein und seinen Altrheinarmen, u.a das Groschenwasser, Lingenfelder, Ketscher und Otterstädter gepaddelt. Aber auch Enz, Neckar, Untere Ill in Straßburg, Moder, Gänsrhein, Goldkanal sowie die Spree bei einer Verbandsfahrt, Saale und Unstrut waren unsere Paddelflüsse bei der Pfingstfreizeit. Wie jedes Jahr waren wir im Sommer am Bodensee und auf dem Hochrhein unterwegs.

    Wir waren im Frühjahr wandern und wir hatten einen Verlust zu beklagen. Unser lieber Paddelkamerad Mike ist von uns gegangen. Ein dickes Dankeschön geht an Michael, der den Verein als Vorstandsmitglied und Fahrtenleiter mit Herzblut zusammenhält und alles wunderbar organisiert. Ein Danke an Bernd, unseren Wanderwart, an Ulla, die die Wanderungen organisiert, an Gabi, die Seele des Vereins und an Klaus, Marius u.a., die den Vereinsbus fahren. Natürlich geht es nicht ohne fleißige PaddlerInnen, die regelmäßig zu den Ausfahrten kommen und den Verein lebendig halten. Ein Dankeschön auch an alle Vereinsmitglieder, die im Verborgenen schaffen und durch ihr Tun dazu beitragen, dass alles rund läuft.

    Am 3.10. starteten wir ins neue Paddeljahr mit einer Ausfahrt von 22 km an den Kühkopf. Das Gebiet Kühkopf-Knoblauchsaue ist das größte Naturreservat Hessens und liegt ca. 35 km südlich von Frankfurt am Main bzw. etwa 20 km westlich von Darmstadt.

    Wir waren 9 PaddlerInnen in Einzel- oder Zweierkajaks. Wieder war unser Vereinsbus im Einsatz, was unser schlechtes Gewissen wegen der gefahrenen Kilometer etwas besänftigte. Los ging es beim TSV Pfungstadt, der uns mit seinem komfortablen Schwimmsteg einen guten Einstieg in die Boote ermöglichte.

    Allerdings war gleich klar, dass der Wasserstand sehr niedrig ist und uns noch eine Überraschung bringen sollte. Die ersten 8 km gingen problemlos, allerdings hatte ich mir von der Natur mehr versprochen. Durch das Niedrigwasser waren die Ufer ausgetrocknet und boten keinen schönen Anblick. Kurz bevor der Altrhein in den Rhein mündet, war der Pegel so niedrig, dass wir mit unseren Booten aufsaßen. Wir mussten aussteigen und unsere Boote hinter uns herziehen. Wanderpaddeln hatte ich mir anders vorgestellt.

    Das hatte aber den Vorteil, dass bei der Ausfahrt in den Rhein kaum Strömung war. Normalerweise drückt der Rhein mit aller Macht in die Mündung, so dass fast kein Vorankommen ist. Der Rhein war richtig zahm. Durch die geringe Strömung waren die nächsten 5 km gut zu bewältigen, die Wellen durch Schiffe sehr moderat.

    Das Highlight des Tages war der Floridastrand, an dem wir Mittagspause machten. Dort findet sich am Ufer herrlicher feiner Sand und richtige Muschelbänke. Bei schönem Wetter ein idealer Badestrand. Leider waren die Temperaturen nicht dafür geeignet.

    Dann bogen wir wieder in einen breiten Altrheinarm des Kühkopfs ein und absolvierten die letzten 9 km zurück zum TSV Pfungstadt. Das Ende gestaltete sich dann etwas hektisch, weil schon Wind aufkam und wir mit Regen rechnen mussten. Aber wir hatten Glück und der Regen setzte erst ein, als wir sicher im Vereinsbus saßen.

    Damit startete also das neue Paddeljahr 2024, allerdings ist das Kalenderjahr 2023 noch nicht ganz zu Ende, es gibt noch ein paar schöne Events des Kanuvereins. Am 22.10. geht es zur Kanukreiswanderung, die Ulla für uns organisiert, von Sallenbusch über Weingarten, zum Wartturm und zurück nach Sallenbusch. Eine ausführliche Beschreibung findet ihr unter Termine. Mitte November organisiert Michael die Martinsfahrt für den Kanukreis und Ende November schließen wir das Jahr mit der Winterfeier im Bootshaus ab.

    Ich bin stolz darauf, Teil einer so tollen Gemeinschaft zu sein.

    Eure Brigitte

  • Ausfahrt Groschenwasser

    Ausfahrt Groschenwasser

    Am 24. September war der Tag der Flüsse. An diesem Tag ging es um die Bedeutung der Flüsse für die Menschen. Gewässer sind Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere und tragen damit zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

    Wassersport ist nah dran und bemerkt Veränderungen in unseren Flüssen sehr schnell. Kanusport, wie es der KV Bruchsal  ausübt, ist natur- und landschaftsverträglich und dient der Erholung für alle PaddlerInnen. So haben wir diesen Tag für eine Ausfahrt zum Groschenwasser genutzt und Natur pur erlebt.

    Sieben PaddlerInnen haben sich mit dem Vereinsbus auf den Weg in Richtung Kehl gemacht und ihre Boote ( 2 Kanadier, 1 Einer und 1 Zweierkajak ) im Baggersee Mittengrund eingesetzt. Nach einem kurzen Warmpaddeln über den See ging es in den Rheinseitenkanal, auch Groschenwasser genannt. Der Rheinseitenkanal ist ein 17,9 km langer Zufluss des Rheins im baden-württembergischen Ortenaukreis. Nach 19 km endete die Tour im Steingrundsee.

    Das Groschenwasser ist ein glasklares Fließgewässer, dass man einfach nur genießen kann. Man bewegt sich mitten in der Natur durch Wälder mit Bäumen und Ästen, die ins Wasser ragen oder im Wasser liegen und gekonnt umpaddelt werden müssen.

    Das Wasser ist durchzogen von Wasserpflanzen und immer wieder begegneten uns heimische Tiere wie Schwäne, Eisvögel, Reiher und sogar eine Wasserschlange. Auf der Strecke sind auffallend viele Brücken ( 11 Stück ) zu unterqueren.

    Das Groschenwasser wird 2 x im Jahr ökologisch geflutet, d.h. der Zustand wie er vor dem Rheinausbau war, wird nachempfunden. Je nach Stauhöhe wird dann das Unterfahren und Umtragen der Brücken schwierig oder unmöglich. Beim Einsetzen stellten wir schon fest, dass der Wasserstand gut 20 cm höher war als sonst. Was bedeutete, dass wir oft die Köpfe einziehen mussten, um unter der Brücke druchzukommen. Eine Brücke mussten wir sogar umtragen, da kein Durchkommen möglich war.

    An manchen Brücken gab es Strudel und Strömungen, die wir aber alle gut gemeistert haben. Ein tolles, erholsames Paddelerlebnis  bei schönstem Wetter endete bei der gemeinsamen Heimfahrt mit Kaffee und Kuchen im Hofcafe.

    Am 3. Oktober geht es an den Kühkopf, eine Flussinsel, die vom Hauptfahrwasser des Oberrheins und einem Altrheinarm im Hessischen Ried gebildet wird. Der Kühkopf ist Naturschutzgebiet und verspricht ein weiteres Naturerlebnis der besonderen Art zu werden. 

    Wer mehr Bilder zu dieser Veranstaltungen anschauen möchte, findet diese in der Galerie.

    Eure naturbegeisterte

    Brigitte