Kategorie: Bericht Ausfahrt

  • Pfingstfreizeit 2025

    Pfingstfreizeit 2025

    Am Freitag, den 13. Juni reisten wir nach Seebruck zum Camping Kupferschmiede am Chiemsee an. Zunächst erfolgte der Aufbau vom Gemeinschaftszelt, dann das Einräumen der Küche.

    Zum Schluss kam das private Schlafgemach. Nach der Begrüßung der Teilnehmer von Fahrtenleiter Heinrich Kerstgens, wurde das Programm der nächsten Tage bekannt gegeben.

    Am Samstag sind wir zur Fraueninsel gepaddelt. Das Bergpanorama war durch die diesige Luft nur trübe zu erkennen. Dort angekommen machten wir Vesper, einen Inselspaziergang zum Kloster und kehrten in einem Biergarten ein.

    Danach fuhren wir nach Gollenzhausen zur Badepause, quer über den See ging es zu unserem Campingplatz zurück. Zum Abendessen gab es Reis mit Pilzrahmgeschnetzelten und Salat. Danke an das Küchenteam.

    Am Sonntag befuhren wir den Inn zwischen Wasserburg und Gars. Der Inn führte gut Wasser, so dass wir zunächst zügig vorankamen. Nach acht Kilometern machte sich der Rückstau vom Wehr Teufelsbruck bemerkbar. Der Ausstieg war komfortabel, die Umtragung nutzen wir zur Vesperpause. Als wir nach 300 m Umtragung alle am Unterwasser einstiegen, waren alle vier Wehrschützen abgelassen und entsprechend wellig war der Einstieg. So mancher gefüllte Schwamm wurde über Bord ausgedrückt. Nach fünfhundert Metern hatten sich die Wellen verlaufen und wir fuhren bei noch gutem Wetter dem Ausstieg entgegen. Die Tour war landschaftlich reizvoll und ruhig, abseits der Zivilisation. Wieder am Zeltplatz angekommen, kam ein leichtes Gewitter auf. In der Küche wurde wieder heftig geschnippelt, zum Abendessen gab es Chili con Carne mit Salat und Milchreis als Nachtisch.

    Am Montag waren wir auf Herrenchiemsee. Gestartet wurde die kurze Paddelrunde Gstadt am Hafen, hinter der Krautinsel vorbei ging es zum Anleger der Fahrgastschiffe. Auf der Insel gaben erstmal Vesper. Danach machten wir uns auf den Fußweg zum Schloss Herrenchiemsee, wo die Gruppe eine Führung mitmachte.

    Danach ging es zum Chorherrenstift, in den Biergarten. Gestärkt machten wir uns auf zur Inselumrundung, dabei war zum Schilfstreifen ein Abstand einzuhalten,- Vogelschutzzone. Zwischen der Kraut- und Fraueninsel hindurch paddelten wir dem Ziel entgegen. Zum Abendessen gab es leichte Küche: Pellkartoffeln mit Quark, Sahneheringe und Leberwurst.

    Am Dienstag starteten wir in Rosenheim die Vierflüssetour, Hammerbach-Rott-Inn-Attel, bis Elend kurz vor Wasserburg. An der Einsatzstelle ging die Fahrt zügig los. Der sehr schöne schmale Bach, weitete sich schnell und wir durchfuhren die  Aue parallel zum Inn, mit Einfluß in den Rott wurde die Tour Altrheinähnlich. Dann ging es raus auf den Inn, die vier Kilometer waren rasch bewältigt. Ein paar Meter ging es noch die Attel aufwärts, bis zum Steg an der Aussatzstelle. Schnell aufgeladen, dann ging es noch in den Biergarten. Nach der Heimfahrt wurde gekocht, Gulasch mit Nudeln und Buttergemüse. Hein erklärte uns den Ablauf der nächsten Tage, mit dem Umzug zum Ammersee.

    Nachdem beim Abbau am Chiemsee noch fast alle mitgeholfen hatten, waren wir am Ammersee deutlich weniger. Der Campingplatz dort konnte nicht mit dem vorherigen mithalten, wir hatten ein zugewiesenes Areal von 10m x10m  auf der Wiese. So standen unsere Zelte doch dicht auf dicht nebeneinander.  Wenigsten waren die Sanitäreinrichtungen sauber und in der Nähe. Das Wohnmobil und Caravaner musste allerdings sehr weit laufen. Die standen auf Schotter mit einem kleinen Grasstreifen. Trotz allem war der Campingplatz ausgebucht.

    Am Donnerstag sind dann auf der Isar von Wolfratshausen nach München Tierpark gepaddelt. Wir starteten am Camping  um 9.30 Uhr. Eine Stunde dauerte die Anreise, anschließend schoben wir den Bootsanhänger zur Einsatzstelle und entluden ihn. Jetzt kamen auch die Umsetzfahrzeuge mit Tagesgästen, Renate, Andrea und Leonie,- so waren 18 Personen. Nach der allgemeinen Einweisung ging es aufs Wasser. Kurz vorher wurde einem Mitglied noch das Handy entwendet. Die Isar hatte einen niedrigen Pegel, trotzdem waren wir flott unterwegs. So kam bald das Teilungswehr Isarkanal,- da fuhren dann die Ausflugsflösse weiter. Wir teilten uns jetzt den Bach mit Schlauchbooten und SUPs. Die Isar ist in dem Bereich nicht gefasst und hat ein sehr naturnahes Bachbett, dafür am Ufer immer wieder Abbruchkanten mit Bäumen im Wasser, hier war aufmerksames Steuern gefordert. Zu wenig und man schrabberte den Baum entlang,- das war keine Option, zu viel und man machte einen Dreher im Kehrwasser,- das passierte doch das ein oder andere Mal. Bei Fahrtmitte war Rast, oben war ein Biergarten. Das nächste Übersetzen war durch den Abhang mit groben Kieseln rutschig. Durch die schöne Landschaft kurvten wir München entgegen, an den Ufern waren viele Badegäste, auch im Adamskostüm. Bei uns wurde auch gebadet, sowohl frei-, wie auch zweimal unfreiwillig, lag aber am Kanadier. Am Ausstieg herrschte auch reger Betrieb, so gestaltete sich das spätere Aufladen der Boote etwas schwieriger. Spät so 20.30 Uhr kamen wir am Campingplatz an. Da hat uns Gabi mit einem leckeren Abendessen überrascht: Knödel mit Pilzen. Heidi und Jürgen zauberten einen Nachtisch: Vanilleeis mit heißen Himbeeren.

    Am Freitag letzten Paddeltag waren doch deutlich weniger Mitglieder auf dem Wasser, so fuhren wir auf dem Ammersee zur Nachbargemeinde in den Biergarten und machten dort unseren Abschluss. Auf dem Heimweg machten wir noch eine Bergeübung von einem Kanadier, die sich doch schwieriger als gedacht gestaltete, aber erfolgreich durchgeführt wurde. Zu Abend waren wir nur noch mit acht Personen am Esstisch. Jeder zog ein kurzes Resümee.

    Wir bedanken uns bei Hein für gute Organisation und Durchführung der schönen Pfingst- Ausfahrt 2025!

    Und bei Gabi, die für uns die Einkäufe erledigte und noch vieles drum herum.

    Am Samstag wurde gekonnt schnell zusammengepackt und der Bus verließ den Campingplatz kurz vor 10 Uhr. Kurz nach 14 Uhr erreichten wir Bruchsal, der Bus wurde getankt und gewaschen( nach dem Ausräumen noch ausgesaugt). Klaus half noch mit beim Aufräumen der Boote und der Ausrüstung vom Bus und führte noch eine Schnellreparatur am Kajakanhänger durch.

    Euer Michael

  • Abenteuer Rhein

    Abenteuer Rhein

    Das Paddeln auf dem Neckar oder auf der Jll im Elsass ist eine Sache, das Paddeln auf dem Rhein ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Zum einen herrscht eine ordentliche Strömung, die man nicht unterschätzen sollte und zum anderen ist der Rhein eine der meistbefahrenden Binnenwasserstraßen.

    Hier verkehren überwiegend gewerbliche Frachtschiffe, die Güter wie vor allem Kohle und Erze, Agrargüter, Erdöl und Erdölprodukte, Sand und Kies, Stahl und Schrott sowie Container transportieren. Bei Niedrigwasser dürfen diese Schiffe gar nicht fahren oder nur mit halber Ladung, damit sie nicht soviel Tiefgang haben. Unsere kleinen Boote sind dagegen nur kleine bunte Punkte auf dem Wasser und können deshalb leicht übersehen werden.

    Außerdem verursachen die großen Schiffe Wellen, was auch nicht immer lustig ist. Noch schlimmer sind die kleineren Motorboote und Jetskis, die das Wasser aufwühlen. Eine weitere Gefahrenquelle sind die Buhnen. Das sind Steinaufschüttungen, die meist rechtwinklig zum Ufer in den Fluss ragen. Sie dienen der Fließgeschwindigkeit in der Flussmitte. Bei Normalpegelständen sind die Buhnen überspült, bei Niedrigwasser ragen sie oft über die Wasseroberfläche. An den Buhnenköpfen herrschen häufig besondere Strömungsverhältnisse mit Verwirbelungen, Gegenströmungen und Sogwirkung bei Schiffsverkehr. Hier ist für Kanuten besondere Vorsicht geboten. Am 30. Mai trafen sich trotzallem 6 „mutige PaddlerInnen“ des KV Bruchsal und Freunde aus Elchesheim-Illingen am Goldkanal zum Paddeln auf dem Rhein. Der Pegelstand Maxau war bei 500 (mittlerer Wasserstand liegt bei 523). Da es lange nicht mehr geregnet hatte, durften die Schiffe wohl vorübergehend nicht fahren. Jedenfalls war am 30.5. ein Schifffahrtsbetrieb wie selten. In jeder Richtung waren große Frachtschiffe unterwegs, mehrfach auch Schubverbände, Fähre bei Leopoldshafen und auch kleinere Motorboote.

    Auf 33 km Paddelstrecke von Illingen bis zur Insel Rott hatten wir es also mit sich überschneidenden Wellen jeder Größenordnung zu tun. Es war höchste Konzentration erforderlich. Da die Bruchsaler und Illinger PaddlerInnen aber Rheinerfahrung haben, ging alles gut und alle erreichten wohlbehalten die Insel Rott. Ich hatte in einem Zweier von Henry Platz gefunden, der einen komfortablen Sitz Marke Eigenbau hat und mit Henry einen erfahrenen Steuermann.

    Als Belohnung gab es leckerem Fisch im Fischerheim Liedolsheim.

    Als nächste Herausforderung lockt der Chiemsee und die bayrischen Flüsse Inn und Isar auf der Pfingstfreizeit.

    Eure stolze Rheinpaddlerin

    Brigitte

  • Paddlerlatein von der Jll

    Paddlerlatein von der Jll

    Das kennt man von den Fischern, deren gefangene Fische in der Erzählung auch immer größer sind als in Wirklichkeit. Ähnlich ist es bei den PaddlerInnen. Dumm ist nur, dass ich das immer sehr ernst nehme und bei mir das Kopfkino startet und ich schon vor der Paddeltour die Hosen gestrichen voll habe.

    Am 25. Mai organisierte Bernd für uns eine Ausfahrt auf Jll und Mühlbach im Elsass von Illhäuser bis Ebersmünster bei schönstem Paddelwetter. Elf PaddlerInnen kamen zusammen, sogar aus Karlsruhe, aus Mannheim und aus dem Schwabenländle kamen sie angereist. Nach einer langen Autofahrt ins Elsass, startete die Tour in Illhäuser. Die Jll ist landschaftlich wunderschön.

    Auf der Wasseroberfläche gab es flutender Wasserhahnenfuß zu bestaunen, blaue Prachtlibellen umschwirrten uns, Nutrias haben wir gesehen und ein paar abenteuerliche Stellen waren zu bewältigen. Ein Baum lag mitten im Flusslauf, der nur eine schmale Lücke zum Durchpaddeln frei lies. Ein herabhängender Ast verfing sich in einer Schwimmweste, so dass ein Paddler kenterte. Eine Brücke mit kleinem Durchlass war zu unterqueren. Plötzlich kamen da Strömungen zutage, mit denen niemand gerechnet hatte.

    Ansonsten bekamen wir eine Feld- Wald- und Wiesenlandschaft zu sehen. Die Strömung brachte uns gut voran. Nach ca. 11 km kamen wir in Selestat an, die bekannte Metropole des Elsass.

    Gleich nach der Brücke kam eine Slalomstrecke. Hier wurde der Bach durch hineingelegte Steine und Steinriegel slalomtauglich gemacht. Für erfahrene Kanuten kaum ein Problem, Anfänger gehen hier auch gerne “baden”. Die Unerschrockenen blieben hier zum Kehrwasserfahren üben.

    Apropo Kopfkino, im Flussführer wurde die Slalomstrecke als ziemlich anspruchsvoll beschrieben und dass die Kanuten von überall anreisen würden, um hier zu trainieren. Bei dem aktuellen Wasserstand waren die Schwälle für unsere Kanuten aber nicht sehr spannend, für mich schon !!!

    Nach einer Vesperpause machten sich die restlichen PaddlerInnen auf den Weg. Nach dem Passieren der angelegten Schwälle und Stufen, beim Paddeln musste man aufpassen, dass einem die Stangen nicht um die Ohren flogen, ging es ruhiger weiter, landschaftlich einfach ein Genuss.

    Die Strömung wurde weniger durch den Rückstau der vor uns liegenden Schleuse, die wir umtragen mussten.

    Dann suchten wir die Abzweigung in den Muehlbach, an der wir schon vorbei waren, so dass wir 300 m zurück paddeln mussten. Bald kamen Kirchturm und Häuser von Ebersmünster in Sicht. Dort wartete der Ausstieg auf uns, der im Kanuführer als sehr abenteuerlich beschrieben wurde, da man bei starker Strömung aussteigen muss und danach gleich eine Brücke kommt, die für Paddler nicht zu unterfahren ist. Aber die Strömung war garnicht so schlimm und mit gegenseitiger Hilfe haben wir auch diese Herausforderung gemeistert und 22 Paddelkilometer hinter uns. Nach dem Laden der Boote ging es wieder auf den Heimweg nach einem ganz besonders schönen Paddeltag. 

    Und was ist die Bilanz des Tages? Es war alles halb so schlimm, aber wer weiß das vorher schon? Je nach Wasserstand, Tagesform oder was da sonst noch alles mitspielt, ist es jedesmal anders und ein bisschen Respekt vor den Gefahren des Wassers kann auch nicht schaden. Und das größte Pfund in der Waagschale sind die Paddelkameraden, die einem immer unterstützen, wenn man Hilfe braucht. Ein Glück, dass die Bruchsaler VereinspaddlerInnen so tolle “Kerle” sind.

    Eure Brigitte,

    die sich manchmal viel zu wenig zutraut.

  • Martinsfahrt des Kanu-Sportkreises Bruchsal

    Martinsfahrt des Kanu-Sportkreises Bruchsal

    Bei herbstlichem Wetter ging es am Sonntag, den 10.11.2024 nochmal aufs Wasser. 32 PaddlerInnen, davon 6 vom KV Bruchsal, haben sich bei den Paddelfreunden Huttenheim eingefunden und wurden herzlich mit Butterbrezeln und Getränken begrüßt.

    Veranstalter war der Kanu-Sportkreis Bruchsal, zum letzten Mal unter der Leitung von Günter Werner, der sein Amt als Vorsitzender abgegeben hat. Das neue Leitungsteam Silke Kosian und Uwe Pfeifer übernahm die Begrüßung und ehrte Günter für seine langjährige Tätigkeit. Er bekam außer einer Urkunde auch französischen Wein und einen Geschenkkorb mit Köstlichkeiten überreicht.

    In einer Gedenkminute erinnerten wir uns an einen Paddelkameraden, der beim Paddeln an der Ardeche tödlich verunglückt ist. Ein Grund mehr, das Leben zu genießen und die Tage mit schönen Erlebnissen zu füllen.

    Wir paddelten auf dem Rußheimer Altrhein. Eigentlich ein uns bekanntes Gewässer und trotzdem immer wieder eine neue Erfahrung.

    Das letzte Mal war das Wasser bedeckt mit grünen Algen, die wir mit den Paddeln durchpflügen mussten. Davon war nichts mehr zu sehen. Günter erklärte uns, dass die Algen abgestorben und auf den Grund abgesunken sind und dort zu Schlamm werden. Der Wasserstand war deutlich niedriger, was wir schon beim Einbooten merkten.

    Wir hielten uns ganz links, um nicht auf Grund aufzulaufen. In der Ferne sahen wir viele Schwäne, die eine große weiße Fläche bildeten. Kurz vor dem Kanal tauchte eine Insel aus Matsch auf, die aber mit Wasser umspült war, so dass wir sie gut passieren konnten. Der Kanal war durch einen dicken Baumstamm blockiert, ein kleiner Durchgang blieb aber für uns. Am Ende des Kanals ist immer wieder spannend wie der Ausstieg sein wird.

    Er war, wie zu erwarten, matschig und schwer zu passieren, was aber einige PaddlerInnen nicht davon abhielt, das Boot zu verlassen und eine längere Umtragung zum Minthe Baggersee auf sich zu nehmen. Auf dem Rhein konnten sie dann zurück zum Bootshaus paddeln. Die anderen wendeten und paddelten den Rußheimer Altrhein wieder zurück und genossen die herrliche Landschaft.

    Die Bäume waren voll mit Misteln, am Ufer gab es kunstvolle Gebilde aus Holz zu bestaunen, Schwäne und Gänse lieferten Fotomotive. Beide Gruppen legten ca. 11 km zurück.

    Am Bootshaus angekommen, erwartete uns eine heiße Gulaschsuppe und zum Nachtisch Nußzopf und das erste Weihnachtsgebäck. Das nächste gute Essen gibt es auf der Winterfeier am 21.11. in unserem Bootshaus. Es geht los um 19 Uhr mit einem deftigen Vesper, gegen 20 Uhr werden Bilder der Paddelsaison 2024 gezeigt. Anmeldungen bitte an Michael per Mail oder WhatsApp.

    Eure Berichtschreiberin

    Brigitte